AKK-Zeitung

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  1. Offizieller Start in die Fastnachtskampagne 2023 war rechts und links des Rheins traditionell der 11 im Elften. Pünktlich um 11 Uhr 11 wurde unter den Klängen des Narrhallamarschs verlasen am Mainzer Fastnachtsbrunnen-Schillerplatz, Wilfried Klein, Präsident des Carneval Club Weisenau, Burggrafengarde (CCW) und Thomas Gill, Präsident des Kostheimer Carneval-Vereins (KCV) das närrische Grundgesetz. -Der CCW feiert im kommenden Jahr sein 75-jähriges, der KCV sein stolzes 100-jähriges Jubiläum.

    In den Abendstunden machte das heimatverbundene Komitee mit seinem Präsidenten eine närrische Aufwartung mit Proklamation und vierfarbbunten Fahnenhissung am Weinbrunnen.

    Anschließend fand ein weiteres närrisches Zeremoniell an der Rhein-Main-Terrasse statt. Damit das gesellschaftliche und närrische Leben zurückkehren, will auch KCV-Großes Ratsmitglied, Fritz Jost aus der Schweiz, als Initiator vom beliebten „Meenz-Guckerball“, seinen Beitrag dazu leisten.






  2. Unter diesem Motto steht der AKK-Zug 2023 schon in den Startlöchern. Die neue Kampagne ist gestartet, alle freuen sich schon wieder auf das bunte Treiben und die Redner bei den Sitzungen, in den Sälen und Hallen in Mainz und Umgebung.

    Auch etwas später in der Kampagne, bei der Straßenfastnacht geht es bunt und ausgefallen lustig zu. In AKK findet nach zwei Jahren Pause 2023 wieder der traditionelle Fastnacht-Samstag-Zug statt.

    Wenn Sie schon immer einmal an einem Fastnachtsumzug als Zugteilnehmer aktiv mitmachen wollten oder noch unschlüßig sind, was die Planung für den Fastnachtsamstag angeht, der dieses Mal am 18.02.2023 ist, dann sind Sie bei uns absolut richtig.

    Wir haben ein tolles Publikum und super Stimmung. Die Zuganmeldung und alles, was Sie sonst noch über den AKK-Zug wissen möchten, finden Sie auf unserer Homepage www.akk-zugleitung.de, schauen Sie doch einfach mal vorbei.

    Die Anmeldung und die Teilnahme am AKK-Zug sind kostenlos. Wir würden uns freuen, wenn wir Sie am Fastnachtsamstag in AKK beim Zug als Zugteilnehmer oder natürlich auch als Zuschauer begrüßen könnten.

    Ihre AKK-Zugleitung

  3. Es dürfte verständlich sein, daß sich der Atlanta-Club Kastel in Anlehnung an eine herkömmliche Vereinsgepflogenheit schon bald nach der Gründung im März 1947 eine Anstecknadel mit den Initialbuchstaben ACK zulegte, die jedes Mitglied je nach Begeisterung als äußeres Zeichen seiner clublichen Verbundenheit am Revers seines Anzuges tragen konnte.

    Diese Clubnadel mußte natürlich nach der Umbenennung des Atlanta-Club in Karneval-Club-Kastel im März 1953 eine Umgestaltung erfahren.

    Das damalige Mitglied Rudi Ganss hatte sich der Sache angenommen und eine neue Clubnadel geschaffen, die in ihrer Form heute noch fortbesteht.

  4. Beide Korporationen von rechts des Rheins Kostheimer Carneval-Verein (KCV) mit närrischen 9x11 Jahren und der Karneval-Club Kastel (KCK) mit stolzen 75 Jahren, können trotz Saalfastnachts-Abstinenz nicht nur mit prachtvollen Jubiläumsorden, für ihre Aktiven brillieren, sondern auch mit lesenswerten Sonder-Publikationen aufwarten.

    Der KCV zu „99“ mit einer „Jubiläumsausgabe“, der KCK  (1947-2022) durch einen „Jubiläumsguckkasten“. Informativ in Wort und Bild über ereignisreiche Epochen in der Vereinsgeschichte.

    Die kostenlosen Broschüren sind im Einzelhandel, Großmärkten, Banken und Tankstellen in der Region erhältlich.

    (Herbert Fostel) - Foto: Marita Klemt

  5. Einen spektakulären närrischen Paukenschlag, erstmals in der Fastnachtshochburg Mainz konnte der KCK, mit Herz und Leidenschaft, zu seinem 75-jährigen Jubiläum mit der „Fenstersitzung“ im Hyatt Regency Hotel sensationell auslösen.

    Auch bei klirrender Kälte mit minus 10 Grad-Außentemperatur war das Stimmungshoch der 180 anwesenden Gäste nicht zu bremsen. Im Außenbereich, gut verpackt mit viel Fassenachts-Flair, auch in den närrischen „Chambre-Separees“ (Hotel-Zimmer) wurde bei offenen Fenstern geschunkelt und mit bunten „Leucht-Kreiseln“ stimmungsvolle Signale gesetzt. Das KCK-Komitee wurde diesmal in beheizten Turbos platziert.


  6. Der KCK läßt sich seine stolze Jubiläumskampagne 2022 „75 Jahr für Mainz-Fastnacht pur von rechts des Rheins“, im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten, nicht nehmen.

    Beim erstmaligen „Open-Air-Ordensempfang“ im Außenbereich des Hyatt Regency Hotels in Mainz konnte KCK-Präsident Prof. Dr. Dirk Loomans 103 geladene Gäste herzlichst willkommen heißen.

    Mit Einfallsreichtum und Mut zu Neuem werden einige närrische Veranstaltungen und Begegnungen zeitgemäß durch den KCK vorgenommen, betonte der KCK-Chef.

    Sein besonderer Dank galt dem Ideengeber, Großen Rats-Mitglied und Generaldirektor mit seinem Service-Team vom Hyatt Regency für diese erstmalige KCK-Begegnung.

    Zu den geschliffenen Versen des Sitzungspräsidenten Bardo Frosch gehörte auch die erstmalige „Open-Air-Ordensverleihung“ die an einem Ordensstand überreicht wurden.

    Zur Zeremonie zählte die Verleihung der „KCK-Aktiven-Kappen“ vom Präsidenten an Kathrin Dohle und Guntram Eisenmann. Den Mainzer Stadtorden mit Urkunde erhielt der Club-Aktive Uwe Dicks, im Auftrag des Mainzer OB überreicht.

    Für fassenachtliche Weisen sorgte das Duo Aeternum – Prof. Dr. Christian Vahl, Kathrin Dohle  mit „Frosch Bardos Fastnachtswein“, „wieder Fastnacht.“ Ein gelungenes KCK-Event in abendlicher Atmosphäre mit einem Blick auf den bekundeten Brückenschlag nach Kastel.

    (Herbert Fostel) - Foto: Marita Klemt

  7. 100 Jahre wäre der Vollblut-Fastnachter Rudi Zörns – geboren am 6. Februar 1922 in Mainz- verstorben am 26. Januar 2009, geworden.

    Rudi Zörns bot in seinen Bütten-Vorträgen Kokolores in Reinkultur, die Lachsalven auslösten. seine Vorträge waren stets von feinsinnigem Humor geprägt.

    Derbheit und Grobkörnigkeit waren ihm fremd, er schrie seine Pointen nicht laut heraus, eher leise und vielleicht etwas schnodderig, als allzu akzentniert. Das war es, was die Zuhörer faszinierte.

    Grandios wie er seine schrulligen Einfälle aus sich heraussprudeln ließ, als wären sie das Selbstverständlichste der Welt.

    Der KCK-Mentor Rolf Braun war von dieser Vortragskunst begeistert und konnte 1957 Rudi Zörns für den Club gewinnen, für den er zehn Mal in den Fastnachtssitzungen auftrat. Bei den ausverkauften KCK-Sitzungen im Kasteler Bürgerhaus wurde der famose Büttenredner stets vom Publikum euphorisch umjubelt.

    Jeweils zu Beginn durfte, seine obligatorische Begrüßung nicht fehlen: „Alleweil sein ich do!“ Rudi Zörns blieb stets schlicht und bescheiden. Zuwendungen für Auftritte waren für ihn ein Fremdwort.

    Auch bei den Mombacher „Bohnebeitel“ zählte er lange Jahre zu den Aktiven. Spaß an der Freud auf „määnzerisch“, machte den unvergessenen Rudi Zörns zu einem der beliebtesten Fastnachtsredner rechts und links des Rheins.

    (Herbert Fostel) - Foto: KCK-Archiv

  8. Rolf Braun und Joe Ludwig zündeten vierfarbbunte Glanzlichter

    Am 8. Februar verstarb der begnadete Mainzer Fastnachter Joe Ludwig. Als Chef der Gonsbachlerchen und fabelhafter Bütten-Redner war er beheimatet beim Gonsenheimer Carneval-Verein.

    Freundschaftlich – seit 1947 – war Joe Ludwig mit dem KCK-Idol Rolf Braun verbunden. Dies wurde auch närrisch fortgesetzt auf der KCK-Bühne, in der Turnhalle am Ludwigsplatz und im Bürgerhaus in Kastel.

    Phänomenal waren auch dabei die legendären Zwiegespräche, die humorvoll mit viel Määnzer Charme und nie primitiv, vorgetragen wurden.

  9. Die Akademie des Bistums Mainz veranstaltete einen unterhaltsamen und wissenswerten Gesprächsabend zur fünften Jahreszeit im Erbacher Hof.

    Studienleiterin Dr. Felicitas Janson konnte dabei bekannte Fastnachtspersönlichkeiten präsentieren. Die Moderatorin wies hin, daß die Stadt Mainz über Jahrhunderte verbunden mit der Brückenkopfgemeinde Kastel ist.

    Die Trennung erfolgte nach 1945 bei der Errichtung der Bundesländer. Auf beiden (Rhein) Seiten wurde die Fastnacht gepflegt und nicht nur in AKK (Amöneburg, Kastel, Kostheim) wurden viele erfolgreiche Fastnachter hervorgebracht.

    Eine der Hauptvertreter dieser Gattung war der legendäre Rolf Braun, Gründer des KCK, der als Ausnahmeerscheinung seiner Zeit die Meenzer Fassenacht vor Ort und bundesweit im Fernsehen prägte.

    Zunächst referierte der Chef des Protokoll, Bardo Frosch, vom KCK in geschliffenen Versen und in freie Rede.
    „Zu Mainz gehört auf alle Fäll auch Fassenacht aus Mainz-Kastel. Seit nunmehr 75 Jahr verkörpert durch den KCK der Fastnacht schub von rechts des Rheins. Denn rechts des Rheins ist auch noch Mainz. Wie einst Rolf Braun schon proklamierte.
    Mir sind Meenzer, dann erst Hesse.“

  10. Im Alter von 92 Jahren ist der bekannte Mainzer Fastnachter Josef (Joe) Ludwig am 8. Februar 2022 gestorben. Joe Ludwig war lange Jahre Pressesprecher der Polizei, Sachverwalter der Mainzer Fastnacht, Autor bei der Allgemeinen Zeitung und Ur-Gonsenheimer.

    Oberbürgermeister Michael Ebling: „Joe Ludwig war ein echtes Mainzer Original und ein unverzichtbares Gesicht für unsere Mainzer Fassnacht. Sein Lebenswerk verdient Respekt und Anerkennung. Die Stadt Mainz trauert um Joe Ludwig. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und Freunden.“

    Für seine Verdienste als engagierter Fastnachter wurde er von der Landeshauptstadt Mainz mit der Rheingold-Plakette in Silber und der Gutenberg-Büste geehrt wurde. Außerdem ist er Träger des Bundesverdienstkreuzes.