AKK-Zeitung

AKK Zeitung - aktuelle Internet Zeitung für Amöneburg Kastel Kostheim - Aktuelles, Neuigkeiten, lokale Nachrichten rund um Mainz Wiesbaden Fassenacht ∗ Lokale Nachrichten, Neuigkeiten & News für Amöneburg Kastel Kostheim - rund um Mainz Wiesbaden
  1. Alle digitalen Heiterkeitshürden wurden erstmals am Fastnachtsamstag im Mainzer Hotel – Me and All – genommen und mit viel närrischem Herzblut ein vierfarbbuntes Programm zu sechs köstlichen Flaschen Wein der Winzer von rechts und links des Rheins vom Karneval-Club Kastel (KCK) kredenzt.

    Mit Zugangstickets konnten 700 Live-Zuschauer im Internet durch den KCK begeistert werden. Der Club hatte dazu „700 Weinpakete“ bundesweit verschickt. Dazu unterstützten die „Kellermeister“ von rechts und links des Rheins mit ihren Präsentationen fachkundig.

    Der närrische „Weinprobe-Babbeler“, mit präsidialer Rolf- Braun- Brille, Daniel Vetter, führte durch ein gehaltsvolles „KCK-Narritee“. In weinseliger Stimmung konnte er das Publikum diesmal auf dem heimischen Sofa live im Internet in „närrischen Rausch“ versetzen.


  2. Da der traditionelle Sturm aufs Rathaus in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, hat DACHO-Vorsitzender Simon Rottloff den Schlüßel nahezu kampflos erhalten.

    Er überredete wortgewaltig Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel und Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende zur Aufgabe und konnte sich den Schlüßel schließlich, unter Protest, aneignen...

    HELAU!

  3. In diesem Jahr gab es an Fastnachtssamstag eine kleine Sensation: Erstmalig gelang es Politik und Verwaltung, die AKK-Ortsverwaltung gegen die närrischen Korporationen  und ihre zahlreichen Anhänger zu verteidigen.

    Angesichts von Corona hatte die Ortsverwaltungsstellenleiterin Petra Seib zum Sturm auf die Ortsverwaltung in Form einer Videokonferenz eingeladen. Wie immer waren die Korporationen zahlreich erschienen, ausnahmsweise unmaskiert, damit sie in der Konferenz farbenprächtig und lautstark zur Geltung kommen.

    Petra Seib hatte heimlich schon seit dem 11.11. tagelang mit dem städtischen IT-Dienstleister WIVERTIS die "Videoschalte" vorbereitet, damit es nicht die üblichen Pannen gibt. Und so klappte am Samstag alles wie gewünscht. Auf Anweisung ihres Dienstvorgesetzten OB Mende konnte Frau Seib nach Belieben Jocusgarde, KCV, KMV, die Rasselbande und den ganzen närrischen Pöbel stumm schalten.

    Diese ließen sich das allerdings nicht lange bieten, drückten den Button "Meeting verlassen" und zogen fröhlich - wie immer maskiert - durch die Straßen von AKK mit dem üblichen Helau und dem aktuellen A-H-A. Der übliche Sicherheitsabstand zur vorausgehenden Zugnummer wurde dieses Mal aus Hygienegründen verdoppelt, sodaß der Umzug statt der üblichen vier acht Stunden dauerte. Während die letzten in der Steinern Straße starteten, waren die ersten bereits auf der Maaraue und reinigten ihre Wagen für die kommenden Umzüge.

  4. Als gegen März 1945 die Amerikaner das rechte Rheinufer besetzten, hatten sie den Rhein zur Grenze des linken und rechten Rheinufers bestimmt und bewirkten dadurch die Teilung von Mainz.

    Die Mainzer Kernstadt lag in der französischen Zone, die rechte Rheinseite, Amöneburg, Kastel und Kostheim in der amerikanischen Zone und wurde Wiesbaden zur Verwaltung übergeben.

    Bereits in den Kriegsjahren waren die Vereinstätigkeiten stark, teilweise sogar ganz eingestellt. Das Naziregime hatte dem KMV in Kastel jede karnevalistische Tätigkeit untersagt.  Als im September 1944 die Bomben auf Kastel niedergingen, wurde der Gardefundus der Jocus- Garde und der Veranstaltungssaal des KMV Raub der Flammen.
    Durch die harten Entbehrungen des Krieges verspürte die Bevölkerung sowieso keine Lust zum Feiern. Nachdem die Amerikaner auf der rechten Rheinseite einmarschiert waren, war zwar der Krieg zu Ende, aber die Entbehrungen waren riesengroß.

    Viele Kasteler Väter waren im Krieg gefallen oder in Gefangenschaft. Alte, Mütter und Kinder hatten ein schweres Los.  Nahrung für den täglichen Bedarf war nur sehr spärlich vorhanden, oder sogar überhaupt nicht. Wohnraum war knapp. Provisorisch wurden Wohnungen erstellt. Man brauchte ja ein Dach über dem Kopf.

    Auf den Straßen lag der Trümmerschutt. Die Helden dieser Zeit waren die Frauen. Sie besorgten Lebensmittel, räumten Schutt von den Straßen, klopften an Backsteinen den Mörtel ab, damit diese wiederverwendet werden konnten. Da blieb keine Zeit für Feierlichkeiten.

    Von der Militärregierung war jede Vereinstätigkeit ausdrücklich verboten. Erst im Dezember 1945 wurde das Vereinsrecht wiederhergestellt, verbunden aber mit einer Fülle von Auflagen. Aber zum Gemeindeleben gehört auch das bodenständige Brauchtumsrecht der „Meenzer Fassenacht“. Daraus schöpfte der Mensch immer wieder neuen Mut und Kraft, was in dieser Zeit sehr notwendig war.

  5. Ortsverwaltung + KJG hißen Flagge zum 11.11.

    Pünktlich zum 11.11.2020, um 11.11 Uhr wurden solidarisch in AKK mit einem Hauch von „Heile, heile Gäsje…..“ die närrischen Flaggen gehießt.

    Die obligatorische Proklamation fand diesmal nicht statt. Unter Ausschluß der Öffentlichkeit, wurde dieses Prozedere in Corona-Zeiten vorgenommen.

    Mit einer Abordnung der Kasteler Jocus-Garde, in zivil, unter Trommelwirbel wurde die Fahne der KJG in der historischen Reduit hochgezogen.

    Zur gleichen Zeit wurde auf initiative der Ortsverwaltung Kastel/Kostheim, durch die Leiterin Petra Seib mit Belegschaft durch den Hausmeister Mathias Kaufmann, unter den Klängen des Narrhalla-Marsches vom Handy die vierfarbbunten Fahnen der Kooperationen aus AKK auf dem St. Veit Platz hochgezogen. Dies waren KCK, KCV, KJG, KMV, KRB, CMS und SVA.

    (Herbert Fostel)

  6. Am Fastnacht-Dienstag zählte auch der Kostheimer Carneval-Verein (KCV) zu den geladenen Korporationen beim traditionellen närrischen Empfang der Ministerpräsidentin Malu Dreyer von Rheinland- Pfalz in der Mainzer Staatskanzlei.

    Die KCV- Beauftragten überreichten ein Blumenbukett und den obligatorischen Kampagne-Orden. Dazu erfolgte bereits eine Einladung für die einzigartige „Närrische Weinprobe“ vom KCV im Kloster Eberbach im Rheingau, am 28.01.2021!

    (Herbert Fostel)

  7. Führung von Geographie für Alle am Samstag, 29.02.2020 - Treffpunkt: 14.00 Uhr, Schillerplatz, am Fastnachtsbrunnen. Dauer 1,5 Std.


    Die Fastnachtsbeichte gehört bis heute zu den bekanntesten deutschen Novellen und handelt von einem Mord in Mainz zur Fastnachtszeit 1913.


    Unter der Leitung des Ur-Mainzers Franz Winkler wird der Weg durch die Altstadt zu einer Zeitreise zu den Originalschauplätzen und zeitgenössischen Hintergründen der Novelle.


    Weitere Informationen: www.geographie-fuer-alle.de.

  8. Initiator KCV-Großes Ratsmitglied Fritz Jost, aus der Schweiz, konnte auch zum 3. Mal in den neuen Veranstaltungsräumen der „Rhein- Main- Terrasse“ auf der Maaraue am 22.02., nach dem AKK-Fastnachtsumzug, die zahlreiche erwartungsvolle Narrenschar restlos begeistern.

    Ein stimmungsvolles Ambiente in allen fassenachtlichen Facetten konnte dazu berauschen. Das nicht zu toppende Gesangsduo „Hüttenzauber“ mit den famosen Monika und Daniel aus der Schweiz, konnte bekannte Fastnachtslieder hochtourig -live- präsentieren.

    Dazu hatten die Künstler eigene Komposition mit „Hommage“ an die Meenzer Fassenacht in ihren perlenden Repertoire viel mit dem Zauberwort “Helau“ bestückt. Rucki Zucki, Im Schatten des Dom, sowie atemberaubende Jodler-Darbietungen konnten mitreisen.

    Ein absoluter Knüller waren die Guggenmusiker aus Gonsenheim: „Die 'Nodequetscher' mit 35 exzellenten Virtuosen in farbigen Kostümen. Ein fulminanter und imposanten Klangkörper!

    Es schloßen sich Polonaisen an, die auch im zugeordneten Zelt ihren Widerhall fanden.

    Zu später Abendstunde musizierte der Kostheimer „Prähistorische Spielmannszug“ mit Hochstimmungs-Oktaven vortrefflich.
    Keiner wollte dazu von der überschäumenden Narrenschar zu dem Evergreen widersprechen: „Es gibt kein Bier auf Hawaii, drum bleib´ich hier!“

    (Herbert Fostel) - Bild: Privat

  9. An Gerd-Josef Weckbacher und Herbert Frei

    An Fastnacht gehört es zum guten Ton, daß die bunten Verkleidungen auch mit Karnevalsorden geschmückt sind. Im Gegensatz zu ihren militärischen Gegenstücken grenzen sich die Karnevalsorden vielmehr von diesen Orden ab und gelten als eine Persiflage auf die Auszeichnungen Orden, die im militärisch geprägten Preußen vergeben wurden.

    In der Regel sind Karnevalsorden vom Zeitgeist geprägt und spiegeln besondere Themen und Ereignisse wieder. Hinter den Karnevalsorden steckt aber auch ein System.

    So gibt es jedes Jahr einen neu entworfenen Kampagnesorden, der allen aktiven Mitgliedern eines Karnevalvereins verliehen wird; er kann aber auch als Geschenk an Gastgeber vergeben werden.

    Ein weiterer Typ ist der Verdienstorden, der, wie der Name vermuten läßt, für besondere Verdienste verliehen wird. Ein Verdienstorden wird nicht jährlich neu gestaltet aber zum Teil in verschiedenen Stufen vergeben. Als höchster deutscher Karnevalsorden gilt heute das „Goldene Vlies“, das sein gestalterisches Thema aus der griechischen Argonautensage entlehnt.

    Die Verleihung des „Goldene Vlies“ geht mit einem Ritterschlag einher. Bei der Stürmung der AKK Ortsverwaltung am 22.02.2020 erhielt der scheidende Programmchef der Woi-Geister und Kostheimer Kommunal-Politiker Gerd-Josef Weckbacher den Ritterschlag und somit das goldene Vlies für seine Verdienste um die AKK Fastnacht.

    Seit über 20 Jahren ist er der AKK Fastnacht verbunden und rühriger Aktiver der Vereine KCV (Kostheimer Carneval Verein) und last but not least des erst 6 Jahre alten Carneval-Club „Die Woi-Geister“.

  10. Die Prognose vom Zugmarschall Ralf Kues mit der „magischen Formel 50 plus“ wurde mit 61 Zugteilnehmer grandios übertroffen, auch zur Freude der Ausrichter:

    Kasteler Jocus-Garde, Kostheimer Carneval-Verein und Amöneburger Sportvereinigung. Das diesjährige Motto: „Fastnacht feiern, lustig sein, der Zug begeistert Groß und Klein“ wurde am 22.02.20 bravourös umgesetzt.

    Die übervölkerten Straßen in Kastel und Kostheim wurden überschwänglich umjubelt. An drei Stellen wurde der Zug durch euphorisierte Moderatoren kommentiert. Am Kasteler Bürgerhaus, am Babbeleck und am Wienerplatz.

    Prunkvolle Komiteewagen der Korporationen, der traumhafte „KCK- Nachthemdenbrüderwagen“. Erstmals mit Präsidium und Komitee. An der Spitze Präsident Prof. Dr. Loomans und Aktive.

    Der umgestaltete Metro-Wagen, als Baustelle für die Boelckestraße, sowie die herrlichen Fußtruppen, darunter auch die „Schnaddergard“ aus Gustavsburg mit ihren phantastischen Kostümen, mit einem Hauch „von einer Nacht in Venedig“. Mit dabei auch der KMV der in diesem Jahr sein 7 X 11. Jubiläum feiert.

    Erstmals war auch eine tolle Abordnung vom „Evim“ mit närrischen Troß vertreten. Auch die Mainzer dominierten mit einer starken Präsenz. Die Mombacher Prinzengarde, Husarengarde, Haubinger und Freischützen. Als Krönung war die Aufwartung vom Mainzer Kinderprinzen Finn I.

    Ein närrischer Augen- und Ohrenschmaus boten die 100-jährige jubilierende Concordia, der Trommlerzug aus Höchst, und die Musik und Showband der KJG, die in dieser Kampagne ihr 50-jähriges Bestehen feiern kann.

    Die „Besten“ der Teilnehmer werden durch die Zugleitung bei einer Extra-Veranstaltung belohnt und prämiert. Traditionell wurden die fabelhaften Teilnehmer am Kostheimer Bürgerhaus durch den KCV-Präsident Thomas Gill mit viel Helau launig gedankt.

    (Herbert Fostel) - Fotos: Klaus Lehne, Marita Klemt, Peter Stoiber

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